Naturheilkunde fürs Tier

Anfänge tierheilkundlicher Tätigkeiten lassen sich über weit mehr als 3.000 Jahre zurückverfolgen. Die Heilmethoden beruhten auf von Generationen medizinischer Laien gesammelten und weitergegebenen Erfahrungen, die sehr oft in mystischen Vorstellungen wurzelten. Im antiken Orient und in Ägypten gab es keine klare Trennung zwischen den Methoden der Humanmedizin und denen der Tiermedizin. Heilkundige wendeten ihre Kenntnisse gleichermaßen bei Menschen wie bei Tieren an.

Lange Zeit wurde die Bekämpfung der Tierseuchen und die Behandlung von krankem Vieh von Leuten, die ihr Einkommen aus dem Umgang mit Tieren bezogen, ausgeübt. Zu diesen ersten “Tierheilkundigen” zählten Schäfer, Schmiede und Viehhändler, die ihr Wissen innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergaben. Dabei ging es nicht so sehr um das Wohl der Tiere an sich; Menschen wollen ihre Rendite, die sie aus Nutz-Tieren beziehen, optimieren.

Heute beruft sich der studierende, gebildete Mensch eher auf sein Gedächtnis und seine erlernten Kenntnisse als auf seinen Instinkt. Der erfolgreiche Heilkundige behandelt seit Jahrtausenden mit Hilfe seines Instinktes UND seines Verstandes, er beobachtet jedoch auch ständig die wissenschaftlichen Fortschritte der modernen Therapeutik.

Allmählich entdecken wir den gesundheitlichen Nutzen zum Beispiel einer artgerechte und natürliche Haltung so wie alternativen Behandlungsmethoden von kranken Tieren wieder neu.

In meiner Praxis wende ich in erster Linie Therapie-Kombinationen von Akupunktur, Homöopathie und Kräuterbehandlungen (Tees, Phytotherapie) an. Da mein Hauptaugenmerk auf  dem Bewegungs-apparat des Pferdes liegt, sind meine Hände mein wichtigstes Werkzeug, um osteopathische Läsionen aufzuspüren und zu korrigieren. Da die Blockierung eines Gelenkes immer auch eine Qi-Blockade darstellt, werden meine Patienten nach einer osteopathischen Korrektur auch immer genadelt und bestrahlt, um den ungehinderten Qi-Fluss in den Meridianen wieder herzustellen und möglichen Entzündungsreizen entgegenzuwirken.

Ebenso greife ich immer wieder gerne auf die zuverlässige Hilfe von “Dr. med. vet.” Blutegel zurück, der bei vielen Indikationen schon hervorragende Dienste geleistet hat.

Abrundend kann in vielen Fällen auch eine begleitende Therapie mit Bachblüten und / oder Schüßler Salzen sein.

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