Beziehungsarbeit mit Freund Pferd – Horsemanship meets Biomechanic

Gespräche unter Freunden

Zu einer pferdegerechten Behandlung gehört auch der natürliche Umgang mit diesen wundervollen und sensiblen Geschöpfen. Der artgerechte, faire und für das Pferd verständliche Umgang wird bei mir groß geschrieben. Wenn Ihr Pferd bei der Behandlung, bzw. generell wenig kooperativ ist, was meist das Resultat von Unsicherheit und Angst, gepaart mit unklaren Kommandos ist, so kann ich gemeinsam mit Ihnen daran arbeiten, eine Vereinfachung im Umgang zu Ihrem Pferd zu erreichen, was zu einer Verbesserung der Beziehung zu Ihrem Freund Pferd führt.

„Liberty“-Training am Boden durch verständnisvolle Kommunikation, Sicherheit für das womöglich ängstliche Pferd durch einfühlsames Training – das stellt die Basis für eine harmonische Pferd-Mensch-Beziehung dar! Ich schule dies unter den biomechanischen Gesichtspunkten von physiologisch korrekten Bewegungsmustern und sehe mich als „Übersetzer“ und „Schlichter“ in der Pferd-Mensch-Kommunikation.
Trainingsbeispiel Zami

Zudem erteile ich Reitunterricht nach klassischen und Horsemanship Aspekten, der unter Berücksichtigung der anatomischen, physiologischen Biomechanik auf die Probleme Ihres Pferdes abgestimmt wird. Wahlweise mit oder ohne Gebiss, wobei mir die Arbeit nur mit Knotenhalfter am liebsten ist. Gerne helfe ich bei der Umstellung auf „gebisslos“ oder gar „ganz ohne“!

Gelernt habe ich bei Honza Blaha, der sein Konzept „linefree collection“ nennt, weil er seine Pferde nicht nur „free“, also frei, haben will, sondern auch „collected“ (versammelt).

Im Vorfeld ist es mir nicht nur wichtig, Ihr Pferd untersucht zu haben, ob keine Wehweh-chen die Beweglichkeit einschränken, sondern ich begleite Sie auch gerne nach der Behandlung durch gezieltes Training weiter.

Cavallobild

Denn wir erinnern uns:
Leben ist Bewegung – Bewegung ist Leben!
Darum gehören eine osteopathische Behandlung und die anschliessende Unterstützung durch gezieltes Unterrichten beim Reiten und bei der Handarbeit zusammen!

Dazu gehört auch, dass ich je nach örtlichen Gegebenheiten mit Ihnen selbst Übungen mache, die an den 6-Punkte-Plan von Eckard Meyners angelegt sind und die ich jedem Reiterlein sehr ans Herz lege.

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Gelernt habe ich vor allem bei Honza Blaha (www.linefreecollection.cz), dessen Kurse ich nach wie vor regelmässig besuche, um meine Reiterei und Bodenarbeit zu verbessern. Seine Vorgehensweise zum Erreichen eines seilfreien Umgangs gebe ich auch gerne an interessierte Reiter weiter! Er nennt seine Trainingsmethode „linefree collection“ um nicht immer den abgenutzen und verwaschenen Begriff „horsemanship“ zu benutzen.

Außerdem haben mich meine früheren Aufenthalte im Lipizzaner-Stammgestüt in Lipica, Slowenien, entscheidend geprägt, Hier erhielt ich äußerst disziplinierten klassischen Einzelunterricht von den Hengstbereitern und Trainern.

In unzähligen weiteren Dressur-Kursen und Unterrichtseinheiten bei anderen namhaften Trainern habe ich leider bislang nie wieder die Disziplin, Qualität und Intensität gefunden, wie ich sie damals in Lipica erleben durfte. Die Latte hängt sehr hoch.

Weiterbildung ist das A und O, denn Stillstand bedeutet Rückschritt!

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Für den Unterricht zu den Themen Bodenarbeit, Freiarbeit, Verladetraining, Reiten mit Knotenhalfter oder später sogar „ohne alles“ komme ich gerne zu Ihnen auf den Hof.

Weggescheuche oder Seilfuchteleien sind hier sicherlich nicht die Maßnahmen, die eine enge Verbundenheit kreieren. Kontrolle der Schulter und der Hinterhand und ein „Komm zu mir und folge mir“…….

…………und nicht „Geh weg und renn im Kreis herum“ sind die Kernthemen dieser Arbeit. Das Pferd soll bei seinem Menschen Sicherheit und Schutz erhalten und nicht erwarten, dass es direkt weggejagt wird, wenn es Kontakt aufnehmen oder Schutz suchen will!
follow me

Das gefällt übrigens auch der Cavallo (Ausgabe August 2013):

Cavallo Artikel August2013

Dies ist kein Problempferde-Training! Dennoch hilft es Pferden mit Menschenproblemen und lässt so manchen „Beziehungs-Knoten“ platzen. Ich unterrichte mit dem Ziel, einen völligen „seilfreien“ und pferdefreundlichen Umgang am Boden und im Sattel zu erlangen, und nicht, um aggressive Beisser oder Steiger in den Griff zu bekommen!
Lipi follow me

Bei solchen Pferden gilt es, Ursachenforschung zu betreiben und verloren gegangenes Vertrauen in beiden Seelen wieder herzustellen – schwierig, aber nicht chancenlos! Sachverstand für das sensible Geschöpf Pferd und viel Geduld und Ruhe sind die Schlüssel, um die destruktiven Emotionen einem Menschen gegenüber wieder ins Reine zu bringen. Oft sind die sogenannten „Problempferde“ nachher die besten und dankbarsten Freunde, nach dem sie gelernt haben, dass es auch Menschen gibt, die nicht aus Unkenntnis und Frust Lektionen und Gehorsam in das Tier hinein prügeln, sondern ihnen auf „pferdisch“ und in kleinen Schritten klarmachen, was von ihnen verlangt wird.

Gerne stelle ich Ihnen meine Arbeit bei einem Stallfest o.ä. als Demonstration vor.

2 Kommentare zu Beziehungsarbeit mit Freund Pferd – Horsemanship meets Biomechanic

  1. Lea Van Wezemael sagt:

    Guten Abend, ich wollte nur ganz spontan hallo sagen. Ich bin ganz zufällig über Ihre Website gestolpert und hängengeblieben. Wow, unglaublich was Sie alles machen, alles ganz tolle Sachen, bin echt begeistert! Leider wohne ich in der Schweiz, sonst wäre ich gerne mal an einer Ihrer Kurse gekommen… Am 7./8. September gehe ich als Zuschauerin an einen Kurs mit Honza Blaha und freue mich schon riesig 🙂
    Ich wünsche Ihnen und Ihren Pferden weiterhin alles Gute!
    liebe Grüsse
    Lea Van Wezemael

    • Tatjana sagt:

      Hallo, Lea,
      vielen liebe Dank für den supernette Kommentar! Ich wünsche Ihnen viel Spass und viele Aha-Momente bei Honza! Ich selbst bin nächste Woche wieder bei ihm auf Kurs. Eine schne Zeit für Sie und Ihr Pferdchen wünscht
      Tatjana

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