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Neue Serie: Übereinstimmung mit dem Pferd, eine echte Einheit bilden

Diesen Wunsch haben eigentlich fast alle, die irgendwann einmal mit dem Reiten angefangen haben. Klein-Mädchen-Traum, einmal so zu fliegen wie Mika und Ostwind! Unsere modernen Filme realisieren diese Illusion mit vielen Stuntleuten, unterschiedlichen Pferden, die alle als Ostwind zurechtgemacht sind, der konsequenten Arbeit involvierter Pferdetrainer und jeder Menge Schnitt- und Studioarbeit. Seifenblase geplatzt.

Aber gibt es sie nicht doch, die Einheit, die gerne auf griechischen Fresken dargestellt wird? Wenige haben sie erreicht, der Weg dorthin ist lang, ist nicht mit Geld zu kaufen, muss man sich in den Augen seines Pferdes verdienen, aber wenn man auf seinem Weg dorthin merkt, wie das kleine Pflänzlein „Einheit“ langsam wächst, wenn endlich Freund Pferd wiehernd auf einen zuläuft, wenn es uns sieht, wie wir uns seiner Weide nähern – dann geht einem das Herz auf! Dieser Weg geht nie zuende, die Pflanze „Einheit“ wächst und gedeiht jeden Tag das ganze Leben lang. Hier gibt es kein wirkliches Endziel, es ist ein Pfad in immer schönere Gebiete.

Teil 1:

Genug der posaischen Worte. Wie fängt man es an, eine Einheit zu sein?
Als erstes muss man Freund Pferd besser kennen lernen. Und da hilft die Einstufung in nur 4 Typen left /right brain introverted/extroverted nur sehr bedingt oberflächlich.
Dann ist es unerlässlich, sich damit auseinanderzusetzen, was die Grundbedürfnisse eines Pferdes sind. Herdenschutz und Sozialkontakte, ausreichend Rauhfutter und Zugang zu Wasser bilden die Basis, damit sich Freund Pferd im täglichen Leben wohlfühlt.
Und selbstverständlich muss man als angehender bester Freund des Pferdes Krankheitssignale und Unwohlseinsbekundungen deuten können!

Erste Übung:
Überall anfassen dürfen. Das Pferd komplett mti den Händen abstreicheln und massieren. Dabei feststellen, wo ist es kitzelig, wo findet es Berührungen besonders tol, wo mag es sie weniger. Wie mag es den Druck? Leicht, mit Fingernägeln kratzen oder lieber feste?
Hierfür brauchen wir Zeit, ein ruhiges Pfätzchen und ein ausgeruhtes, sattes Pferd, das nicht in Erwartung von Futter oder wegen anderer Gründe herum zappelt.
Wenn das Pferd mit Abwehrreaktionen droht – Ursache vom Profi herausfinden lassen und nicht selbst herum doktoren.
Safety first!!!

Teil 2:

Beim letzten Mal haben wir ja unser Pferd von oben bis unten überall gestreichelt und massiert.
Was haben wir dabei herausgefunden? Mag es das Pferd, wenn man ihm sanft über die Augenlider streicht? Ist die Stute am Bauch besonders kitzelig oder findet sie es toll, wenn man an den Zitzen kratzt?

Ach so, diese Stellen habt ihr vergessen….? Dann nochmal langsam auch an die delikaten Stellen heran wagen, dabei natürlich immer den Kopf und die Ohren im Blick behalten und bei Unbehagen oder gar Drohen sofort aufhören und woanders kratzen, wo es toll war. Wenn Freund Pferd dann ein möglichst langgezogenenes Tarpan-Nasen-Gesicht macht, hast du alles richtig gemacht! Und wie immer gilt: Safety first!

Als „erste Übung –B“ das Ganze dann mit einer Gerte wiederholen. Eignet sich ganz hervorragend, um lästige Bremsen und die fast noch lästigeren kleinen Stallfliegen zu vertreiben. Außerdem benötigen wie den stressfreien Umgang mit der Gerte später bei ein paar coolen Übungen als Armverlängerer, denn leider fehlen uns oft 50 -120 cm Armlänge, um die weiter entfernten Körperstellen anzusprechen, ohne um das Pferd herum springen zu müssen, um dorthin zu gelangen.

Wenn es dabei keine Probleme gibt…… Übung 2: gehen wir gemeinsam mit Freund Pferd auf den Reitplatz oder in die Reithalle – auf irgendeinen sicher festumzäunten Platz, der möglichst NICHT rund ist. Dabei ziehen wir das Pferd auf keinen Fall am Kopf hinter uns her!

An dieser Stelle drücke ich immer wieder gerne meinen Schülern den Spruch von Albert Camus ins Ohr:

Gehe nicht hinter mir, vielleicht führe ich dich nicht.
Gehe nicht vor mir, vielleicht folge ich dir nicht.
Gehe einfach neben mir und sei mein Freund.

Wir laden unseren Kumpel ein, mit uns zu kommen. Kleiner Tipp vom Paartanz, falls Freund Pferd nicht sofort die einladend positionierte Schulter als Aufforderung zum sich anschließen akzeptiert: Der, der führt nimmt oft auch die Position des Rückwärtsgehenden ein, zumindest während der ersten Schritte. Wenn das mit dem „einfach zusammen gehen“ nicht klappen will: Termin buchen. Vielleicht hat das Pferd ja auch ein körperliches Problem, oder Schmerzen, die Ursache für ungewohntes / ungewolltes Verhalten sind. Die Gesundheit des Pferdes muss sowieso immer im Augen behalten werden!

Übrigens erkennt man einen wahren Pferdemenschen daran, wie wenig Equipement er benötigt. Führkette, Steigergebiss, Fahrradkette und was auch immer der Mensch sich noch ausgedacht hat, um Pferde von A nach B zu zerren, helfen nicht wirklich, eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen, wie sich der gesunde Menschenverstand vielleicht vorstellen kann (…wobei ich mich manchmal frage, auf welcher Strecke der gelegentlich wohl geblieben sein könnte?).

Wir haben aber ein bereits einigermaßen gut domestiziertes Pferdchen an unserer Seite und keinen wilden 3jährigen Hengst, der gerade das erste Mal aus seiner Junggesellenherde in Lipicas Hengstwäldern in den Stall gebracht werden soll. Also sollte es ein einfaches Stallhalfter durchaus tun. Die Armverlängerung wird auch mitgenommen.

Auf dem Reitplatz angekommen, üben wir konzentriertes führen. Dabei leeren wir unser Hirn vom Alltagsschrott und haben ein klares Bild im Kopf, wie sich die Schritte von unserem Pferdekumpel mit unseren Schritten synchronisieren. Es ist hilfreich, wenn wir dabei auf Schulterhöhe gehen. Ich sage dazu immer: auf der gleichen Herzlinie gehen. Im Vorfeld ein paar konzentrierte Atemübungen unsererseits um runter zu kommen, schaden nicht.

Wir kombinieren das mit Anhalten, auch mal rückwärts und zeitgleich mit dem gleichen Fuß wieder antreten. Klingt nach Pille-Palle, ist aber mit viel Konzentration verbunden. Unser langer Arm hilft uns ein kleines bisschen dabei, indem wir den Motor kurz beim Loslaufen anfragen und beim Stehenbleiben als Schranke vor die Brust halten. Irgendwann soll das Synchronisieren so gut funktionieren, dass das unser Kumpel auf uns achtet und das gleiche tut (Und wenn wir es uns verdient haben, reicht es, nur daran zu denken, aber das dauert bis dahin!). Das Losgehen und Anhalten können wir gerne mit den immer gleichen Wortsignalen verbinden. Bitte keine Tiraden aus „Los, Hüh, Hopp, Schritt, Komm, usw.“ (Außerdem denken sowieso 90 % aller Pferde und wohl auch Hunde, sie heißen „Komm!“). Und die Stimme dabei zu erheben, hilft nachweislich auch nicht.

Nach spätestens 10 Minuten konzentrierter Führarbeit gönnen wir unserem Pferdchen eine Pause. Gerne können wir uns dabei klein machen und auf den Boden hocken. Damit signalisieren wir „Arbeit aus“.

Danach wird’s dynamischer, aber dazu ein andermal.
(als Beispiel achtet mal bei allen Bildern auf Sonnys Vorderbeine und meine Beine!)

Teil 3:

Was mir immer wieder auffällt, dass die Schüler oft – ohne, dass es ihnen bewusst ist – das wichtigste im Pferdetraining ganz vergessen: das Loben!

Sei es, weil sie selbst zu konzentriert auf eine Übung sind, oder weil die Übung vielleicht nicht zu deren vollster Zufriedenheit ausgeführt wurde.
Wenn Freund Pferd eine Übung machen soll, etwas neu lernen soll oder etwas verfeinern soll, und sich auch nur ansatzweise in die gewünschte Richtung bewegt, immer loben!
Das kann ein Stimmlob sein, ein Streicheln, Zügelnachgeben, eine Pause, in der wir uns klein vor unser Pferd hocken, ein Kratzen an der schlimmen Stelle, an die unser Kumpel nicht gut selbst dran kommt, ein sofortiges Absteigen – am besten alles zusammen, besonders, wenn es etwas Neues war! Manche möchten clickern – von mir aus auch das. Ich selbst finde das im Pferdetraining zwar doof, aber wer kein Problem damit hat, noch so einen blöden Frosch in der Hand zu halten und dann die Leckerli-Schieberei nicht zu einer Sucherei in den Taschen ausartet, kann das machen. Meiner Erfahrung nach erzieht dies aber schnell einen Taschendurchwühler, der nur auf das nächste Signal wartet und sich dann gierig schonmal selbst bedienen möchte. funktioniert vielleicht bei manchen Pferden, aber sich nicht bei allen. Ausserdem stell ich es mir etwas schwierig vor, während des Reitens zu Clickern und Reinzustopfen, das unterbricht mE den Reitfluss. Man merkt schon, was ich davon halte…. Ein freundliches „Braaaav“ mit gleichzeitiger Halsstreichelei (nicht dieses Draufschlagen, was man leider oft auch sieht! Habt ihr schonmal auf der Weide gesehen, dass sich Pferde gegenseitig klopfen….?) hilft genauso und Stimme und Hand hab ich sowieso immer dabei.

Wie auch immer – wir anerkennen jede Bemühung seitens unseres Pferdes – mit welchem Szenaria auch immer. Auch und besonders dann, wenn es noch nicht perfekt ist, ist es wichtig den Weg zum gewünschten Ergebnis so motivierend wie möglich zu gestalten! Was in dem Zusammenhang auch tödlich ist, ist die Zeit, besonders in einer bezahlten Stunde. Wenn die Stunde noch nicht rum ist, und man hat eine Sache geübt und plötzlich ist das Resultat im Ansatz da – aufhören! Stunde beenden, mit dem Kumpel auf die nächste Grasfläche gehen, Feierabend! Egal, wieviel von der Stunde noch übrig ist.

Das gilt für die Bodenarbeit genauso, wie für die Arbeit unter’m Sattel! Was beim Loben, Nachgeben, Aufhören gravierend über den Erfolg und die Qualität des Lobens entscheidet, ist das Timing. Lob muss innerhalb von zwei Sekunden beim Kumpel ankommen, sonst wird es nicht mehr mit der voran gegangenen Aktion oder Bewegung verknüpft. Natürlich freut sich das Pony auch fünf Minuten später noch über Streicheleinheiten, aber dann ist es nicht klar, dass es sich diese ernsthaft durch eine bestimmte Bewegung verdient hat.

Also: Da wir ja jetzt bereits heraus gefunden haben, wo es unser Pferdchen besonders gerne mag, gekrault zu werden, tun wir genau das als Belohnung!

Teil 4 – Grundbedüfnisse

Heutzutage kaufen sich ja viele Leute ein Pferd, weil sie es können. Nur leider wird die „Gebrauchsanleitung für das Pferd“ nicht mitgeliefert. Ok, es gibt 100.000 Bücher darüber und das Inter-Netz ist voller Tipps und guter Ratschläge. „Pferd“ kann man also auch online lernen.
Aber leider machen sich nicht alle die Mühe.

Heute schreibe ich also mal über die Grundbedürfnisse und wie wir versuchen können, diese beim Pferd zu abdecken:

Grundbedürfnisse sind: Herdenschutz, Nahrungs- und Wasseraufnahme und ausreichend Ruhe.
Manche Pferde kleben an anderen, andere sind ein bisschen mehr Einzelgänger, dazwischen gibt es 1000 Facetten, wieviel Nähe und „Kuschel“bedürfnis (sprich Fellpflege und Kraulen, oder einfach nur Nase an Nase fressen) das Einzelindividuum Pferd gerne möchte. Was sie alle eint, ist eine Fluchtsituation bei (vermeintlicher) Gefahr. Auch ist es die „Goldene Regel“ unter Pferden, dass nie alle Pferde einer Gruppe zum Schlafen liegen. Mindestens einer steht und passt immer auf. Aber das ist nichts Neues und man kann es überall nachlesen.

Wie setzen wir diese Grundbedürfnisse als Mensch um? Es ist natürlich schwierig, so zu tun, als wären wir auch ein Pferd. Ich erinnere mich daran, dass es vor gefühlt 100 Jahren mal eine Frau gab, die lustige Ohren zum Aufsetzen entwickelt hatte, die frau anlegen konnte. Irgendwie süß, aber immerhin ein verzweifelter Versuch ….

Hier also Teil 4 – A: Herdenschutz
Wir beschützen unseren Kumpel. Das geht natürlich nur, wenn wir auch mit ihm zusammen sind. Hierbei gilt wie immer: Safety first!

Ein Beispiel:
Wenn wir auf der Weide sind und unser Kumpel kommt entweder freudig angewackelt oder wir holen ihn ab und es kommt noch ein weiteres Pferdchen mit, was ihn z.B. abdrängeln möchte, dann schirmen wir unseren Kumpel von ihm ab. Und nochmal, wir reden hier nicht von angreifenden, wilden Hengsten, oder garstigen Stutenmuttis, die ihr Fohlen beschützen wollen (von denen können wir es uns jedoch abgucken, auch wenn wir das mit den hübsch flach angelegten Ohren und gebleckten Zähnen vorher am Spiegel üben sollten), sondern vom „normalen“ Weidekumpel, der vielleicht grade Bock hat, mit uns mitzugehen oder grade kein Bock hat, dass wir ihm seinen Spielkamerad wegholen.

Und weil Pferde sich untereinander entweder fein subtil wegmanövrieren oder stoffelig gegen die Schulter des anderen ranrempeln und sich quer wie eine Mauer zwischen unser Pferdchen und uns stellen (und alle Manöver, die dazwischen liegen könnten), entscheiden wir uns für eine Variante, die funktioniert, ohne den zweiten Kumpel ernsthaft zu hauen oder selbst Haue zu riskieren. Weil unser Gehirn deutlich größer ist als das eines Pferdes setze ich hier eine gewisse zielorientierte Handlungsweise voraus. Unser Freund Pferd denkt dann: „Wow! Die ist so stark, dass der andere vor ihr weicht! Ich kann mich hinter ihr verstecken und mir passiert nix! Toll, so jemand passt auf mich aus, damit mir nix passiert! Da bleib ich doch gerne!“

Wenn man konsequent den Sicherheitsbeauftragten für seinen Kumpel unter Beweis stellt, hat man bald einen Stein im Brett!

Hierzu gibt es noch viele einfache Übungen, wie man sein Pferd beeindrucken kann.
Zum Beispiel kann man beim Spaziergang zwischen der böse im Wind raschelnden Hecke und seinem Kumpel dazwischen gehen. Manchmal ist so eine Hecke einfach nur irgendwie nicht ganz geheuer. Dann wechseln wir halt die Führseite und laufen als Bollwerk gegen die böse raschelnde Hecke – denn immerhin könnte sich das Rascheln ja als wildes Tier entpuppen, dass da in der Hecke kruschpelt und brave Ponies von der Seite anfällt! Wenn wir auf der Hecken-zugewandten Seite gehen, kommt das wilde Tier nicht an unseren Kumpel ran, denn dafür müsste es an uns superheldenstarken Menschen vorbei! Gleiches gilt für Kuhweiden, andere Pferdeweiden, Schafweiden, Dinosaurierweiden, etc.

Ein weiteres Highlight:
Fliegen und Bremsen wegwedeln. Normalweise stellt sich Freund Pferd gegenüber von seinem Weidekumpel auf und erledigt das für ihn. Umgekehrt genauso. Jetzt haben wir ja unsere Armverlängerung dabei und vertreiben damit die unliebsamen Stechinsekten. Das geht beim Spazierengehen, gemeinsamen Grasen (dazu mehr in Part B: Nahrungsaufnahme) und auch von oben beim Reiten.
Das sind zwar alles klägliche Versuche, einen Herdenschutz darzustellen, aber immerhin besser als nix!

Auf diese Art ersetzen wir natürlich noch bei weitem nicht den Herdenschutz, aber Freund Pferd wird nach und nach unsere Bemühungen zu würdigen wissen! Always protect your horse! (Honza Blaha)


Grundbedürfnisse Teil 4 – B – Nahrungsaufnahme

Pferde wollen und müssen fressen, und zwar als Fernwanderwild ca. 16 Stunden am Tag. In der Natur legen sie dafür schonmal 40 Kilometer zurück. Die Aufnahme von Raufutter, sprich Rohfaser ist das allerwichtigste, denn die Rohfaser gewährleistet die gesunde Darmtätigkeit, den Muskelaufbau und die Gesundheit!

Hier bei uns im Sommer bei zeitlich begrenztem Weidegang oder knapp begrenzter Weidefläche ist die Zufütterung von Heu unerlässlich (dazu unten ein paar Zahlen). Gutes Haferstroh geht auch, aber nur, wenn die Weide aus Rohfaser-armem, jungen Gras besteht, sonst riskiert man eine Verstopfungskolik.

Für die hiesigen unterbewegten Freizeitkumpel ist Heu ad libidum nicht immer wirklich das allerbeste. Wenigstens sollte ein engmaschiges Heunetz über den Ballen gespannt sein, sofern er denn immer zur Verfügung steht.
Das gilt nur für die mopsigen, womöglich ranghohen, Kumpel, die sowieso immer als erste und letzte am Heu stehen! Ältere Pferde, Pferde die sich von irgendwelchen Wochenend-Veranstaltungen erholen müssen, kranke Pferde, ausreichend viel bewegte Pferde, etc. dürfen und sollen tatsächlich soviel Raufutter zu sich nehmen, wie sie wollen.

Beim Sportler muss man auch etwas rechnen, denn mit einem dicken Heubauch durch Heu als alleinigem Energielieferant kommt man nicht so gut über Hindernisse rüber und ein aufgeblähter Blinddarm wegen Fehlgärungen stört empfindlich den Rechtsgalopp und die Traversale nach rechts. Je nach Größe reichen hier 7 kg Heu und entsprechend Kraftfutter, am besten Hafer. Hochwertiges Mineralfutter nicht vergessen!
Generell sollte nicht das Herz, sondern der Verstand Küchenchef sein!

Wir wollen lieber leistungsgerecht füttern, und die Zufuhr der Energie im Auge behalten, wenn das Pferdchen außer rumstehen und hübsch aussehen keinen Job zu verrichten hat und der täglich maximal zurückzulegende Weg zwei Kilometer hin- und her-Gelatsche nicht überschreitet. Aber auch diese Pferde brauchen eine gewisse Grundmenge an Heu, bzw. Raufutter! Heu ist die unanfechtbare Grundlage der Pferdefütterung!

Wieviel also genau? Folgende Werte kann man auch überall nachlesen, aber ich schreibe sie trotzdem nochmal auf:

1,2-1,5 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht (richtiger: Lebendgewicht)
= 500 kg Pferd = mindestens 6 bis 7,5 kg Heu

Und zwar bitte das des anzunehmenden Lebendgewichts, das ist sowas wie das Idealgewicht! Wenn also der klapperdünne 1,45 große Senior (vorausgesetzt, er kann das Heu noch kauen) nur noch knapp 400 Kilo auf die Waage bringt, wo eigentlich 500 kg Lebendgewicht sein müssten, dann berechnen wir den Bedarf anhand der 500 Kilo, also in dem Fall mindestens 6 kg!

Und umgekehrt genauso: Das übergewichtige, unterbewegte 1,60 große Rheinische Kaltblut mit 950 Kilo bekommt bitte nur einen berechneten Heuanteil für eine 700-kg-Pferdemasse. Bei den „Dicken“ ist eine Radikaldiät übrigens dringend zu vermeiden!

Und nochwas: gerade bei Kaltblütern wirklich genau prüfen, ob sie wirklich und tatsächlich übergewichtig sind! Diese Pferdchen stehen oft in dem Ruf, zu fett zu sein, nur weil sie massig sind und einen vermeintlich dicken Bauch haben, aber ein genauer Blick auf den BodyScoreIndex (BSI) zeigt, dass das garnicht immer unbedingt der Fall ist!
Wer wissen möchte, wo genau man welche Punkte am Pferd fühlt, um den BSI zu ermitteln – Termin machen!

Ansonsten kann ich nur jedem Pferdehalter dringend empfehlen, sich mal mit Büchern zur Pferdefütterung von Ingolf Bender, Berichten von Prof. Dr. Ellen Kienzle, den Informationsheftchen von Dr. Mayer von iwest oder auf den Seiten der Landwirtschaftskammern zu belesen! unbezahlte Werbung). Ganz schick ist auch das Seminar „Sachkundenachweis Pferdehaltung“, da lernt man viele kluge Sachen, die mE eigentlich jeder Pferdebesitzer wissen sollte und nicht nur die Stallbetreiber. (Hier komm ich wieder zum „Pferdeführerschein“, aber ich glaub nicht, dass ich das noch erleben darf….)

Ganz wichtig im Sommer ist das Wissen darüber, wieviel die durchschnittlichen 6-7,5 kg Heumenge in Gras darstellt! Hierzu müsste man umrechnen, wie hoch der Rohfasergehalt im Heu ist und diesen Wert gegen den Rohfasergehalt im – zur Zeit eher überständigen ziemlich trockenen Gras – gegenrechnen. Gleiches gilt natürlich auf für frisches junges Gras, was im Gegensatz dazu einen deutlich geringeren Rohfaseranteil beinhaltet.
Wenn also ein Pferd den ganzen Tag auf der Weide steht, kann es bis zu 10% Gras je 100 kg Lebendgewicht aufnehmen, also bei durchschnittlich großen Pferden etwa 45 bis 60 kg. Diese Menge entspricht einer gesunden Raufuttermenge.

Voraussetzung: die Weide gibt es her, dass für die Anzahl der Pferde die zu beweidende Fläche groß genug ist, um für jedes der Tiere je nach Größe 45-60 kg Gras zur Verfügung zu haben! Ich war immer schlecht in Mathe, aber das auf den hiesigen Weiden keine durchschnittlichen etwa 50 kg Gras pro Pferd stehen, sieht man mit bloßem Auge.
Da diese Rauhfuttervorgabe leider in Deutschland kaum zu realisieren ist, muss Heu zugefüttert werden, oder der Anteil der Rohfaser durch Futtermittel wie Luzerne oder auch die oft verkannten Rü-Schni’s (Rübenschnitzel) erhöht werden. Haferstroh eignet sich auch, aber bitte nur als zusätzliche Zufuhr bei dem grünen jungen Gras! Man riskiert sonst eine Verstopfungskolik!

Wer dazu mehr wissen will: Seminar „Pferdefütterung“ buchen!
oder wenigstens diesen Artikel lesen (unbezahlte Werbung):
https://www.dr-susanne-weyrauch.de/…/heu-die-basis-guter-pf…

Als logische Konsequenz nehmen wir das Thema „Gras fressen“ in unsere Beziehungsverbesserung mit auf und bleiben beim Spazieren gehen auch gerne mal an hübschen Wald- und Wegrändern stehen, lassen Freund Pferd fressen und gucken im Bestimmungsbuch oder ganz schick modern in der Handy-App, welche Kräuter er denn gezielt sucht. Denn in der Herde ist das Leitpferd dasjenige, das die Herde zu den Futtergründen führt!

Grundbedürfnisse Teil 4 – C: Trinken.
Ohne Wasser geht garnix! Freund Pferd bevorzugt frisches Wasser, am besten aus einer ständig nachfließenden Wasserquelle, wie die normale Stalltränke, oder auch einer Ball-Tränke, die der bodennahen Wasseraufnahme nachempfunden ist. In abgestandenem Wasser bilden sich Algen und Bakterien, stellt euch vor, ihr müsstet euren Kaffee damit kochen…..
Kleine Bäche werden auch immer gerne genommen, um schnell mal nen Schoppen zu nehmen, vorausgesetzt, der Kumpel ist nicht wasserscheu (dann üben wir das).
Bedenklich sind die schwarzen Maurerbottiche. In diesem Kunststoff ist ein gefährlicher Weichmacher, der mit Sonnenlicht reagiert und ins Wasser übergeht. Wenn es muss, trinkt das Pferd daraus, aber wenn es eine Alternative sieht, ist der schwarze Bottich abgeschrieben! Inzwischen gibt es für echt kleines Geld überall die festen, lebensmittelechten weißen Bottiche. Die nächste Baufirma freut sich über die Spende!
Zinkwannen, die alten Badewannen (bitte keine aus Kunststoff, die zersplittern, wenn Freund Pferd mit dem Huf dagegen kloppt!) können gut genutzt werden, wenn das Wasser täglich erneuert wird oder noch besser per Schwimmer an einen Wasseranschluss angeschlossen ist, und die Wanne regelmäßig gesäubert wird. Das gleiche gilt übrigens für die Balltränken und die Tränken in der Box. Regelmäßig mal auseinander nehmen und die Futterreste rauspuhlen dienen der Hygiene und dadurch der Gesundheit.

Im Winter aufpassen, dass uns das Getränk nicht einfriert! Mit Holzklötzchen haben wir bis zu einer gewissen Temperatur noch eine Chnace. Gerne schlagen die Pferde auch das Eis mit den Hufen ein – oft zerstören sie leider dabei das komplette Wasserkonstrukt, wenn es nicht stabil genug ist. Eine extra für Pferde entwickelte bodennahe Balltränke hält dem übrigens stand! In den Boxen frieren regelmäßig in alten Ställen die Selbsttränken ein, aber inzwischen gibt es Abhilfe durch beheizbare Tränken.

Hier können wir wenig für unseren Kumpel aktiv tun, außer das Wissen vorhalten, wieviel ein Pferd pro Tag an Wasser so benötigt. Bei den nachfließenden Selbsttränken – in welcher Form auch immer – ist eine Kontrolle über die aufgenommene Wassermenge nicht zu machen.

Ein Pferd benötigt – je nach Größe zwischen 30 und 50 Litern pro Tag. Wasser ist wichtig, um die lebenserhaltenden Funktionen aufrecht und in Gang zu halten. Pferde schwitzen auch wie wir Menschen über die Haut. Neben der Arbeitsleistung und der Schweißausscheidung gibt zusätzliche Faktoren, wie z.B. der Wassergehalt des Grases oder Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die das Trinkverhalten beeinflussen. Wer mehr über Das Thema „Wasser in’s Pferd“ wissen will, Futterseminar buchen.

Wenn wir also das nächste Mal mit Freund Pferd ausreiten oder durch den Wald spazieren und an einem Bach vorbei kommen, mal anfragen, ob es trinken möchte. Es kann vorkommen, dass Pferde in den Pfützen im Wald auch mal rumschnuddeln wollen. Warum also nicht? Vielleicht sind da ja besonders viele wichtige Mineralstoffe eingespült worden, die Freund Pferd gerade gut gebrauchen kann!

Grundbedürfnisse Teil 4 – D: ausreichend Ruhe.

Ein ausgewachsenes Pferd schläft je nach dem 3 Stunden im Stehen und 3 Stunden im Liegen und das über den Tag verteilt – nicht am Stück. Ältere liegen weniger, junge mehr. Es gibt bestimmte Ruhezeiten in der Herde, in denen kollektives Bubu gemacht wird. Mindestens einer passt auf, das funktioniert gut. Wenn wir es irgendwie einrichten können in unserer hektischen Termin-getakteten Zeit, wäre es zumindest nett, darauf Rücksicht zu nehmen. Als Fluchttier muss ein Pferd natürlich aufspringen und rennen können, wobei ich das bei unseren behüteten Kumpels manchmal fast in Frage stellen möchte 😉
Schön ist es, wenn man sich einfach mal dazu legen kann. Warum also immer gleich die Pferde hochscheuchen und aufwecken? Man kann auch mal 30 Minuten lang den Spind aufräumen und das Pony in Ruhe schlafen lassen.

Das Grundbedürfnis nach Ruhe ist aber auch störanfällig. Zu wenig Platz für zu viele Pferde können einem braven Pony schonmal zu schaffen machen. Da legt sich Freund Pferd gerade hin und schon kommt ein Ranghoher und begehrt genau diesen Flecken weiches Stroh. Blöd. Also bei der Offenstallwahl auf ausreichend Liegeflächen achten, so dass zumindest abwechselnd zu unterschiedlichen „Schichten“ jeder mal liegen darf.

Apropos im Stroh liegen. Inzwischen gibt’s auch komfortable Betten aus anderen Stoffen, zum Beispiel Biolan oder Kompost Klasse 4. Dieser ist mein persönlicher Favorit! Die Bakterien aus dem Kompost binden das Ammoniak und zersetzen es. Die Flüssigkeit wird nach unten abgeleitet, somit liegt Freund Pferd immer trocken und atmet keine Ammonikaausdünstungen ein, wie z.B. auf Stroh, besonders wenn es sehr sparsam gestreut wird! Die oberflächlichen Äpfel einsammeln und einmal die Woche mit der Gabel vom Weidemann alles auflockern – fertig! Hält den kompletten Winter und ist zu 100% biologisch zu entsorgen.

Was Freund Pferd nicht so sehr mag, sind die Stallmatten. Sonny hat das mal getestet und als Endergebnis lag er nur und ausschließlich in dem kleinen Flecken Einstreu, der eigentlich als Klo gedacht war. Entsprechend sah er aus und roch auch so….. Ihn hat das nicht gestört, Hauptsache weich! Ein Stall nur mit Stallmatten ausgelegt, mag vielleicht praktisch sein und man produziert wenig Mist, aber komfortabel ist es nicht so. Zudem denke ich immer, dass der ganze Urin auch irgendwie zwischen und unter die Matten läuft und dort dann lustig vor sich hin mockert.

Schön wäre es auch, wenn wir als angehender fast-bester-Freund einfach mal mit unserem Pferdchen chillen. Rumdösen, vielleicht zusammen liegen, im Sommer mal einen Schattenplatz aufsuchen und die Döserei unseres Kumpels bewachen. Oder bei Sturm mal ein ruhiges Plätzchen suchen an dem es nicht so laut pfeift und eine halbe Stunde Ruhe haben. Also: einfach immer mal wieder „mitdempferdsein“.
Wertvolle Zeit verbringen.

Dafür braucht es nämlich keinen Trainer!


Vortrag beim 27. THP-Kongress am ersten Oktober-Wochenende in Loccum bei Hannover auf Gut Rosenbraken

Nach einer unendlich lang scheinenden Autofahrt von über 6 Stunden (ein Stau und eine Baustelle nach der anderen und das bei Sturm und Regen) bin ich am Freitag, den 06.10.2017 endlich gegen 18 Uhr angekommen. Das Wetter war eher bescheiden, aber was soll’s, die Veranstaltung fand in dem doch recht imposanten Hauptgebäude von Gut Rosenbraken statt.
Am Samstag früh ging es nach der Begrüßungsrede von Frau Schmalstieg los und ich durfte einer doch recht ansehnlich großen interessierten Menge etwas über das medizinische Tapen am Pferd erzählen. Welche Tapeformen es gibt, auf was man beim Material achten muss, wann man taped und wann nicht, verschiedene Anlage-Techniken – all das habe ich versucht, in einen 1,5-Stunden-Vortrag zu packen. Eigentlich nicht möglich, aber ich hab dann halt etwas schneller geredet ;-).

Im direkten Anschluss daran ging es in die riesige Reithalle, wo uns ein braves Pferdchen hingestellt wurde, an dem wir die bunten Streifen anbringen durften.
Die Teilnehmer durften nach und nach jeder eine Anlage ausprobieren, um das Gefühl für die bunten Klebestreifen unterschiedlicher Hersteller zu bekommen. Besonders gefreut hat mich, dass einige der Teilnehmer des ersten Teils sich spontan dazu entschlossen hatten, doch weiter bei mir zuzuhören, als zu einem dann eigentlich gebuchten anderen Vortrag zu gehen.

Inzwischen ist auch das aktuelle Exemplar von“mein Tierheilpraktiker“ erschienen, in dem ein Bericht über den Kongress nicht fehlen darf. Leider hat es die Redaktion nicht geschafft, meinen Namen richtig zu schreiben, auf den Vorname haben sie dann einfach ganz verzichtet. Zudem ist die Bezeichnung „Crosstaping“ insofern etwas irreführend, da es sich dabei um eine spezielle Anlagetechnik handelt, und nicht um ein eigenständiges Therapiekonzept. Naja, das Tapen als solches ist halt noch nicht so recht überall bekannt.

Darum an dieser Stelle nochmal der Hinweis, dass ich gerne auch an Höfen enen Vortrag mit Praxisbeispielen darüber halte, vielleicht nicht ganz so unter Zeitdruck wie auf dem Kongress. Nächster Termin von der Organisation von Paracelsus ist am 17.Juni 2018, wobei hier der Ort noch nicht feststeht.


Januar und Februar 2017
„Winterspass“ Programm gegen kalte Füße und eingefrorene Knie und Finger

Inzwsichen durfte ich bereits zum zweiten Mal mit einer lustigen Pferde- und Pony-Truppe einen Spiel und Spass-Trail veranstalten.
Es ist immer wieder herzzerreissend, wie bemüht die Pferdchen alle sind, wenn es darum geht, Neues zu erkunden und sich überwinden, schreckliche Regenschirme, bösartige Flattertore und grantige Planen kennen zu lernen! Oder auch die besorgten Blicke der „besten Freundin“, wenn sich der Pferde-Kumpel traut, sich auf der Plane stehend noch in eine wetere, knisternde Plane einwickeln zu lassen!
„Mach, das nicht! Was tust du denn da??? Die Plane frisst dich womöglich!“
Und dann die zaghaften Versuche, es vielleicht doch mal selbst zu probieren, um im Anschluss das überschwengliche Lob der stolzen Besitzerin zu kassieren.

Ich liebe diesen Umgang mit den Pferden! Zu sehen, wie sie doch immer benüht sind, uns zu gefallen und wie sie im Selbstvertrauen gestärkt das Band der Freundschaft mit ihren Besitzern nach so einem Tag fester geknüpft haben, da sie mit „ihrem Mensch“ gemeinsam all die Abenteuer bestanden haben!
Slideshows davon gibt es unter „Auftritte/Filme/Bilder“

Update 13.08.2016:
Die Tierärzte geben leichte Entwarnung, die in Obertiefenbach erkrankten Tiere sind nun alle über dem Berg und nach den einschlägigen Tests Virenfrei – also keine Ausscheider mehr. Meine Fahrtermine habe ich seit letztem Wochenende wieder aufgenommen. Selbstverständlich noch immer voll desinfiziert und mit in der Desinfektionsmatte gebadeten Schuhen.

ACHTUNG! INFO zur Immunstärkung Ihres Pferdes zur Prophylaxe wegen des inzwischen bestätigten Verdachts auf den Ausbruch des equinen Herpesvirus 1 im Limburger Raum:
Eins schon vorweg: Homöopathie mal prophylaktisch einzusetzen, bringt hier wenig, da das Wesen der Homöopathie darin besteht, bestehende Symptome nach der Ähnlichkeitsregel zu behandeln. Sobald Symptome da sind, greift auch die Homöopathie, nicht aber prophylaktisch! Eines der Grundregeln besagt, dass man Homöopathie nur bis zur beginnenden Besserung einsetzen darf, da man sonst Gefahr läuft, das Arzneimittelbild erstrecht zu erzeugen!!! Sollte Ihr Pferd Fieber und Symptome entwickelt, gibt es gute Möglichkeiten, dann homöopathisch einzugreifen.
Zunächst ist es sinnvoll, diese Maßnahmen zu realisieren:
– Hände und Schuhe desinfizieren, nicht mit den gleichen Klamotten zu anderen Pferden!
(am besten mit Fußmatte und entsprechenden Desinfektionsmittel wie hier am Weiherhof in Staffel)
DesinfektionsmittelFußmatte
– tägliches Fiebermessen. Bei manchen Pferden liegt die Grundtemperatur etwas unter oder auch über 37,5 Grad. Junge Pferde bis 2 Jahre liegen oft auch etwas höher. Ab 38,5 wird es bedenklich!
– Allgemeinzustand checken. Ist das Pferd so wie immer, oder etwas apathischer?
– Immunstärkung mit GladiatorPLUS , Gutschein-Code XGP0927 unter https://www.gladiatorplus.com/shop/tiere/pferd
40 ml für ein 500-kg-Pferd /Tag, kann über’s Futter gegeben werden oder per Plastikspritze direkt ins Maul
– Echinacea-Kräuter über’s Futter (auf Arzneimittel-Qualität achten! Cave! Manche Pferde reagieren allergisch auf Korbblütler. )
– Vitafit von Vetripharm

weitere Info hier:
https://www.propferd.at/main.asp?VID=1&kat1=87&kat2=644&NID=5078
https://hessenschau.de/tv-sendung/video-18728~_story-pferdeherpes-absage-meisterschaft-100.html
https://www.mypferdetierarzt.de/html/aktuelles_zur_herpesinfektion.html

https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm140-16

Ich will versuchen, Sie immer auf dem Laufenden zu halten! Nach wie vor gilt auch für mich, dass ich im Limburger Raum keine Termine annehme. Wir wünschen unseren Pferde beste Gesundheit und trauern mit denen, die diesen Kampf verloren haben! Bitte helfen Sie alle mit, dass nicht noch mehr geliebte Vierbeiner gehen müssen!

14.07.2016:
Wahrscheinlich Ausbruch des equine Herpesvirus 1 im Limburger Raum

Hierzu stelle ich hier den bislang informativsten Artikel der Uni Giessen ein. Weitere Links auf der Startseite. Unser Stall hat die größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen in Form von ausführlichen Hygienemaßnahmen und einer selbsterlegten Ein- und Ausgangssperre für Pferde ergriffen. Auch dürfen Tierärzte, Schmiede/Hufpfleger und Trainer nicht auf den Hof. Tierärzte nur bei wirklichen Notsituationen und alle müssen zuvor durch unsere Desinfektionsschleuse. Ich selbst habe seit Sonntag erstmal für die beiden darauffolgenden Wochen alle Termine gecancelt, ggf muss ich das noch ausweiten. Bitte halten auch Sie die größtmöglichen Hygienemaßnahmen ein und vermeiden Sie den Kontakt zu anderen Pferden als den eigenen. Turniere, Lehrgänge, etc sollten selbstverständlich abgesagt werden, auch wenn unvernünftige Organisatoren aus Profitgier die Veranstaltungen durchziehen wollen.
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm140-16

Erste Hilfe Kurs beim Pferd (Donnerstag, 05.05.2016
Vielen Dank an die engagierten Teilnehmer des Erste-Hilfe-Kurses gestern im RR Horseland! Auch an unsere Gastgeberin Regina Rodius und ihr Pferd Khira, die sich tapfer als „aus allen Ecken blutendes Übungsobjekt“ geduldig zur Verfügung gestellt hat. Von Rehe-Hufverband, Nageltritt, Einschuss, Griffelbeinbruch, etc konnten die Teilnehmer alle möglichen Szenarien durchspielen und auch im Theorieteil wurde niemandem langweilig und es herrschte ein reger Austausch. Hat Spass gemacht!
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Messe Koblenz 2016 (Montag, 14.03.2016)
Hier eine kurze Zusammenfassung von der Koblenzer Reitsportmesse:
Abgesehen von dem Ärgernis, dass ich mir selbst zuzuschreiben hatte, dass ich am Samstag meine Musik nicht hatte, lief zumindest die Mittagsvorstellung ganz gut! Ich hatte leider eine falsche CD gebrannt und der Messe-CD-Player hat sich geweigert, sie abzuspielen. Und somit hatte ich also die Hälfte der Lizenzgebühr vergeigt, die ich für diesen Song zahlen musste! Das war sehr ärgerlich, weil mein Training natürlich auf diese Musik abgestimmt war. Mein Fehler, daraus habe ich gelernt! Wie immer, wenn ich mehrere Auftritte stemmen muss, lief das Pony in der ersten Vorstellung am besten. Auch ohne „unsere“ Musik.
Der Boden war für das weltbeste Sonny-Pony wieder etwas gewöhnungsbedürftig, so dass er auch ein paarmal gestolpert ist. Je später die Auftritte, umso mehr hat er sich für die am Boden zertretenen „Bildzeitungen“ interessiert, was zwar unsere Nase schön „head down“ brachte, aber leider seine Konzentration auch „down“ war. Zudem fand er auch nach und nach die Zuschauer, unter denen er immer wieder Bekannte entdeckt hat, und die Messestände höchst interessant, so dass er sich lieber alles angucken wollte anstatt mir zuzuhören. Vielleicht hätte ich ihn mit einem Taschengeld ausgestattet vorher mal shoppen schicken sollen, dann hätte er während den Auftritten nicht mit den Augen kaufen müssen. Sehr interessant war der Geruch vom naheliegenden StHippolith-Stand, der ihn magisch angezogen hat!
Sonntag war die Messe so brechend voll, dass sich der Hallenverantwortliche schon überlegt hatte, die Eingänge zuzumachen. Wenigstens hatten wir am Sonntag unsere Musik dabei und die Mittagsvorstellung lief dann auch gut, obwohl das zirkeln während ich am Boden kniee, nicht funktioniert hat. Sonst geht das immer….. naja. Die Zuschauer am Samstag haben es gesehen 😉
Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit ihm! Vier Vorstellungen stemmen zu müssen, die restliche Zeit eingesperrt in eine kleine Box in einem Stallzelt, ohne rausgucken zu können, ständig komische Geräusche zu hören, deren Ursprung er nicht sieht, beim Führen zum Hintereingang an 1000 gruseligen Dingen vorbei gehen müssen – ich bin sehr stolz auf ihn! Wir reden alle ständig von Pferdewohlsein und Horsemanship und wie lieb wir alle zum Pferd sein wollen – ganz ehrlich – so eine Messe ist alles andere als Pferde-freundlich! Trotzdem ist er immer ruhig und neugierig, sobald wir in den Ring kommen. Immerhin hätte er die Möglichkeit gehabt, mir abzuhauen (schließlich arbeiten wir „seilfrei“) und Richtung Ausgang zu stürmen, da der Ring einen ca 8 Meter großen offenen Ausgnag zum hinteren Tor hatte – hat er aber nicht!
Darum habe ich bei der letzten Vorstellung auch improvisiert und hab mir den gerittenen Teil gespart und nur mit ihm ein bisschen zur Musik gespielt – er war einfach platt und ehrlich gesagt ich auch. Heute scheint zum Glück etwas die Sonne, so dass er seinen wohlverdienten freien Tag bei schönem Wetter wieder auf seiner Koppel verbringen kann! Liebes Sonny-Pony!
Und auch hier nochmal mein Dank an meine beiden treuen Helferlein Gitte und Tina, ohne die ich das niemals geschafft hätte! Ihr seid spitze – 1000 Dank!!!!
Sobald ich alle Filme und Bilder habe, schneide ich ein kleines Video. Aber nicht heute…..

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Zivilisationskrankheiten bei Pferden
Warum sind unsere Pferde heutzutage so oft krank? Wir wollen doch nur ihr bestes und geben ihnen tolle Müslis, Mineralfutter, Hafer, Heu von besten Wiesen und vieles mehr. Aber genau da liegt das Problem, weshalb unsere Pferde immer wieder Probleme mit dem Stoffwechsel kriegen, sie bekommen Ekzeme, Mauke, Kotwasser, Magengeschwüre oder aber der Fellwechsel will nicht mehr so richtig klappen.
Ursache für viele typische Pferdekrankheiten ist eine Überlastung der Entgiftungsorgane Leber und Nieren. Dieses kommt zum einen durch einen immer stärkeren Einsatz von Herbiziden in der Landwirtschaft und bei der Gewinnung von Pferdefutter, aber eben auch durch eine ständige Überversorgung unserer Pferde mit Proteinen und Zucker. Dazu kommt, dass ein zu viel an Kraftfutter den Pferdemagen stark belastet, denn dieser ist sehr klein und auf Dauerfressen ausgelegt. Die Folge von reichhaltigen Kraftfutterrationen und zu langen Fresspausen sind Magengeschwüre, welche erschreckend oft bei unseren domestizierten Pferden vorkommen. Über die synthetischen Zusätze vieler Pferdefutter gelangen außerdem noch mehr Gifte in unsere Pferde und Leber und Nieren werden weiter überlastet.
Pferdefütterung – weniger ist manchmal mehr
Nun muss sich das Pferd natürlich von irgendetwas ernähren und auf die Qualität des Raufutters haben die wenigsten Pferdebesitzer Einfluss, weil sie ihr Pferd in einem Pensionsstall stehen haben. Aber man kann einiges anderes tun, damit das Pferd möglichst gesund bleibt. Z.B. beim Thema Kraftfutter: Braucht das Pferd wirklich Kraftfutter? Erst wenn ein Pferd mehr als 5 Stunden in der Woche intensiv trainiert wird, ist es notwendig ihm zusätzliche Energie zuzuführen. Das Kraftfutter muss dann auf möglichst viele kleine Portionen aufgeteilt werden, um den Magen nicht zu überlasten. Beim Mineralfutter sollte drauf geachtet werden, dass es nicht synthetisch hergestellt wurde, am besten ist es die Mineralien über Kräuter in das Pferd zu bringen, sofern dieses überhaupt notwendig ist. Das ist abhängig von der Heuqualität, wird das Heu von Wiesen gewonnen auf den eine große Gräser- und Kräutervielfalt herrscht, sind die Pferde oft schon gut versorgt. Um Magenproblemen vorzubeugen sollten lange Fresspausen vermieden werden. Damit die Pferde aber nicht zu dick werden, wenn sie Raufutter ad libitum bekommen, helfen Heunetze. Die Pferde fressen damit länger, nehmen aber weniger Futter auf.
Magengeschwüre beim Pferd vorbeugen
Gerade bei Pferden die schon einmal ein Magengeschwür hatten, müssen alle Aspekte der Haltung und Fütterung neu hinterfragt werden, denn diese Pferde bleiben anfällig für Magenprobleme. Es sollte drauf geachtet werden, dass diese Pferde gut in der Herde integriert sind, dass sie keine langen Fresspausen und möglichst viel freie Bewegung haben, langes in der Box stehen ist Stress für Pferde. Auch das Training oder die Turniereinsätze können das Pferd so stressen, dass es Magengeschwüre bekommt. Helfen kann man solchen Magenkandidaten mit Futterzusätzen, die den Magen und die Nerven beruhigen. Kristallkraft Coolly wird immer wieder von Tierärzten und Tierklinken empfohlen für Pferde, die bereits an einem Magengeschwür erkrankt waren. Es schützt die empfindliche Magenschleimhaut und beruhigt die Nerven. Die Pferde können den Stress besser verarbeiten und bleiben leistungsfähig.
Leber und Nieren des Pferdes entlasten
Um Leber und Nieren der Pferde zu entlasten und um Zivilisationskrankheiten vorzubeugen bzw. zu bekämpfen, sollte jedes Pferd regelmäßig entgiftet werden. Durch die Ausleitung der Schadstoffe wird der Stoffwechsel reguliert und Nährstoffe können besser verwertet werden. Die Firma Kristallkraft bietet zwei verschiedene Entgiftungskuren für Pferde an, das Kristallkraft No1 welches mit dem Grundstoff Bentonit-Montmorillonit entgiftet, und das Kristallkraft No2, welches mit dem Klinoptilolith arbeitet. Beides sind Vulkangesteine, welche bereits im Darm Gifte und Schwermetalle an sich binden und somit Leber und Nieren entlasten. Das No1 ist dabei besonders sanft und schleimbildend und Spezialist für die Bindung von Mykotoxinen, das No2 ist gut für die Bindung von Ammoniak und Endotoxinen und baut die Darmflora aktiv auf. Der Stoffwechsel der Pferde wird wieder harmonisiert, der Säure-Basen-Haushalt reguliert und das Immunsystem wird gestärkt.
Weitere Infos hier: https://www.kristallkraft-pferdefutter.de/magenprobleme
Diesen Artikel gibt es zum Runterladen nochmal hier: Zivilisationskrankheiten

Warum guckt mein Pferd beim Liberty-Training so bös und legt die Ohren an?
Oft werde ich während des Liberty-Trainings gefragt, warum das Pferd denn dabei immer „so böse guckt“ oder „die Ohren anlegt“. Ich versuche dann der breiten Masse zu erklären, dass es was mit der Konzentration zu tun hat und das Ohren anlegen nicht unbedingt Aggression oder Schmerz bedeutet. Genauso wenig, wie gespitzte Ohren immer „freundliches Pferd“ bedeuten, vielmehr Aufmerksamkeit und auch „Hab-acht“. Kurz vor der Flucht schauen Pferde immer erstmal mit gespitzen Ohren in Richtung der Gefahr! Und wenn ich dann immer eher mitleidig belächelt werde, dann glauben mir vielleicht jetzt ein paar mehr Leute, wenn sie mal den Artikel von Alfonso Aguilar lesen! Danke Alfonso! Auf dich hören die Leute vielleicht eher, als auf die Tante aus dem Westerwald! Und nochwas: Wenn sich einzelne Reiterlein einschließlich ich selbst, sich mal selbst beim Reiten von schwierigen Lektionen oder der Konzentration auf den Parcour beobachten würden, dann sieht man auch verkniffene Reiter-Gesichter mit „bösem Blick“. Wie oft muss ich mir anhören, dass ich immer „so böse gucke“ beim reiten! Und glaubt mir, es macht mir trotzdem Spass in ich bin in keinster Weise in diesem Moment böse, aggressiv oder von Schmerzen gepeinigt! Vielleicht ist das jetzt mal endlich klarer geworden!
anhören, dass ich immer „so böse gucke“ beim reiten! Und glaubt mir, es macht mir trotzdem Spass in ich bin in keinster Weise in diesem Moment böse, aggressiv oder von Schmerzen gepeinigt! Vielleicht ist das jetzt mal endlich klarer geworden!

Gesichtsausdruck Libertytraing AA

Injektionstechnikseminar – „abgespeckte Version“ am 09.01.2016
Das Seminar – obwohl es nicht in der ursprünglich angedachten Form stattfinden konnte – war sehr erfolgreich und ich bin sehr stolz auf meine Studentinnen, die nun neben subcutanen und intramuskulären Injektionen auch das Quaddeln, Blutabnehmen und somit auch die Eigenbluttherapie gelernt haben! Danke, dass ihr so tolle Studentinnen seid, da macht das Unterrichten ganz besonders viel Spass!

Cavallo, Ausgabe August 2013, berichtet:

Cavallo Artikel August2013

Auftritt am Showabend in Obermörlen am 13.07.2013:
Hier ein paar Impressionen von meiner Show als „Indianer“ im Rahmen des bunten Showabends in Ober-Mörlen am 13.07.2013. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei den Fotografen Susanne Kellner, Patricia Griesel und Tina Kern für diese schönen Erinnerungen!

Außerdem ganz herzlichen Dank an Martina, Nicole, Petra, Sandra und Tina für die Unterstützung beim Pony-schmücken, Schweif einflechten, Glücksbringer mitgeben, zum Reitplatz führen und Pony enthalftern, Zöpfe machen, Kleid zuschnüren, Tipps geben, Beruhigung zusprechen, nach der Aufführung loben, Bier anbieten und einfach nur dasein und ein gutes Gefühl vermitteln!

Wenn Sie Interesse an einem „Indianer“ Auftritt für das Fest in Ihrem Reitverein, auf Ihrer Country-Veranstaltung, o.ä. haben, sprechen Sie mich an! (Je nach Anlass reite ich auch in ensprechendem Outfit auf Ihrer Mittelalter-Veranstaltung, als Clown, etc. )

canter canter5 canter von vorne Come around in trot come with me hübsches Sonny-Pony Pony von hinten Sonnys Popo Trot Head down2 von vorne

Honorar
An dieser Stelle möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass es mir wirklich ernst damit ist, wenn ich sage und auch in den AGBs niedergelegt habe, dass ich mein Honorar sofort und in bar haben möchte. Einen Rechtstreit habe ich bereits begonnen, und ich ziehe das auch durch bis zur Gerichtsverhandlung. Es kostet mich viel Kraft und für die betroffenen Pferdebesitzer wird es hinterher umso teurer, wenn Anwalts- und Gerichtskosten noch obendrauf kommen. Leider muss ich immer wieder den Leuten hinterher laufen, selbst gute Bekannte „vergessen“ es immer wieder, mein Honorar zu überweisen, weil ich gesagt habe, dass ich ihnen vertraue und das Überweisung ok wäre. Das macht mich traurig. Wenn ich im Lidl an der Kasse stehe und nicht genug Geld im Säckl hab, dann kann ich eben auch nicht alles mitnehmen, was auf dem Band liegt! Mit meinen Preisen liege ich im mittleren bis unteren Durchschnitt, ich lasse mir immer unglaublich viel Zeit bei den Behandlungen und den anschliessenden Therapiemaßnahmen und da finde ich es unfair, mich ewig auf mein Geld warten zu lassen! Ich habe auch Rechnungen und Versicherungen zu bezahlen und die kann ich nicht einfach aufschieben, weils mir grade nicht passt. Die Abbuchungen kommen, ob Geld auf dem Konto ist oder nicht!

Nochmal: Neues Pferd kaufen
Und wieder hatte ich einen Fall, bei dem ein Pferd gar zu Therapiezwecken (!!!) angeschafft wurde, das 8jährig noch absolut keine Grunderziehung hat, aus einer seltsamen, weideunfall-wahrscheinlichen Anpaarung entstammt, daraus bereits 3 Fohlen entstanden sind und im Bewegungsapparat ganz enorme Probleme über die Zeit entwickelt hat, so dass es fraglich ist, ob dieses Pferd überhaupt jemals zum Reittier taugt, geschweige dann, als Therapiepferd eingesetzt werden kann. Zudem tritt es und rennt die Leute, die es führen sollen, hemmungslos über den Haufen.
Bitte, holt eine Physiotherapeuten hinzu und lasst ne AKU machen, wenn Sie sich ein Pferd kaufen wollen!!! (siehe weiter unten)

3tägiges Seminar: Ernährungsberatung für Pferde
Viele Erkrankungen beim Dauerfresser und Steppentier Pferd entstehen aufgrund von Fehlernährung und/oder durch Fehlhaltung. Oft hat dies eine Übersäuerung des Organismus zur Folge, was sich in einem geschwächten Immunsystem, häufigeren Infektionserkrankungen, Magen-/Darmerkrankungen, Knochenerkrankungen, mangelhafter Hufhornqualität sowie in Rittigkeitsproblemen, Schlappheit oder Aufsässigkeit äußern kann. Gehen Sie mal zum Joggen, wenn ihr Darm total aufgebläht ist oder Sie keinen Fuß vor den anderen kriegen, weil Sie zwei Tage hintereinander bei einer Fastfoodkette sinnlose Burger oder nur Torten in sich reingestopft haben !
Besonders allergische Geschehen nehmen ständig zu, die Reaktionen wie starken Juckreiz, Hauterkrankungen, als auch Magen-Darm-Symptome wie Kotwasser oder Durchfall hervorrufen können. Inzwischen gibt es sogar beim Pferd Zivilisationskrankheiten wie z.B. Insulinintoleranz, was sich in stoffwechselbedingten Krankheiten wie PSSM, Cushing und EMS äußern kann.
In diesem 3tägigen Seminar haben die Schüler die Anatomie und Physiologie des Magen- und Darmtrakt des Dauerfressers Pferd, die Bausteine der artgerechten, bzw. leistungsgerechten Futterzusammensetzung, Grund-, Kraft- und Mineralfutter, Qualitätsbeurteilung von Heu und Stroh, Weidequalität und Wasser kennen gelernt.
Wir nahmen uns den „Waschzettel“ vor und lernten, Futterdeklarationen zu verstehen: Was ist denn bloß diese Rohasche…..?
Wir bewerteten und berechneten Rationen und besprachen Beispiel-Rationen für verschiedene Futtertypen in unterschiedlichen Trainingszuständen sowie den Zusammenhang von Krankheiten und Ernährung + Haltung: Was ist die Ursache und was kann ich dagegen tun?
Giftpflanzenkunde, Besprechung verschiedener Haltungsformen und Weidemanagement gaben dem Seminar einen runden Abschluss.
Ich denke, den Schülern hat es gut gefallen und sie konnten eine Menge lernen!
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Neues Pferd kaufen
Gestern wurde ich witzigerweise zu zwei verschiedenen Pferden mit ganz ähnlich gelagerten Problemen gerufen. Beide hatten Probleme mit der linken Schulter, Oberarm und der entsprechenden Muskulatur, beide Pferde sind durch Kompensierung in der Statik über die Zeit „schief“ geworden, was viele zu der Annahme verleiten lässt, „das ISG sei verschoben“. Nein, ist es nicht!
Beide Pferdebesitzer sind zudem auch mehr oder weniger vom Verkäufer an der Nase herum geführt worden, weil man ihnen diese Verletzungen verschwiegen hat. Eines der beiden bekam vor dem Kauf eine AKU (Ankaufsuntersuchung), jedoch wurde ein Test der Schultergelenke in diese AKU leider nicht mit einbezogen.
Beide Pferde sind seit ca. zwei Jahren bei den jetzigen Besitzerinnen und beide Pferde sind wegen des vermeintlichen ISG-Problems in ständiger, kostspieliger Behandlung – natürlich ohne Erfolg, da die Primärläsion woanders zu suchen ist.
Darum hier mein Appell:
Bitte nehmen Sie vor dem Kauf eines Pferdes nicht nur die AKU mit Röntgen der Beine in Anspruch, sondern ziehen Sie ebenfalls einen Therapeuten hinzu, der alle Gelenktests und die entsprechenden Funktionsprüfungen durchführen kann! Sie ersparen sich hinterher viel Ärger! Sie können ja immer noch entscheiden, ob Sie das Pferd dann trotzdem kaufen wollen, weil es „günstig zu haben ist und so lieb guckt“, aber dann wissen Sie wenigstens, dass Sie sich eine Baustelle zugelegt haben und fallen nicht aus allen Wolken, wenn es später rauskommt.

Ist ein Eisenbeschlag noch sinnvoll?
Nachdenkliches rund um den Huf.

In einer Zeit, in der es ständig um die Weiterentwicklung neuer Materialien geht, jeder Futtermittelhersteller alle Nase lang ein noch besseres Produkt für die Gesunderhaltung Ihres Pferdes auf den Markt bringt, die Sattlereien mit neuen Techniken, Materialien und Polstermethoden ständig verbesserte Sattelvariationen entwickeln, die dem Komfort- und Gesundheitsanspruch von Reiter und Pferd immer mehr entgegen kommen, ja sogar Weltraumtechnik vor der Entwicklung von Sattelunterlagen nicht Halt macht, von artgerechter Haltung und sanften Reitweisen gesprochen wird und Keramikfasern und Teflon die Reitfunktionsbekleidung optimieren, ist ein Eisenbeschlag weder gesund noch zeitgemäß!

Um Gelenke zu schonen, den Auf- und Abfußungsprozess nicht negativ zu beeinflussen, die Hornkapsel nicht durch das Eintreiben von Nägeln – ganz gleich, wie „korrekt“ diese eingenagelt werden – auf Dauer zu schädigen, wäre es doch für jeden Pferdebesitzer, der sein Pferd wirklich liebt und es ihm an nichts fehlen lassen möchte, doch mal eine Überlegung wert, über den Tellerrand „das war schon immer so“ hinweg zu sehen, um sich zum Beispiel dem Thema alternativer Hufschutz in Form von Hufschuhen oder Kunststoff-Klebeschläge zu widmen.

Für die meisten Freizeitpferde, die 2-3mal pro Woche ins Gelände gehen, ansonsten auf – inzwischen auch immer ausgeklügelteren Sand-Holzschnitzel-Kunststoff, ja sogar Glasgemischen (gesehen in der Schweiz), die mitnichten das Horn mehr abreiben als auf „normalem“ Grund – im Viereck reiten, ist mit einem Eisenbeschlag, der dann gerne auch mal abgetreten wird, im Großen und Ganzen mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die Pferden müssen weder 10-14 Stunden am Tag laufen wie zu der Zeit, als es noch keine Autos gab, oder auf Äckern oder im Wald schwere Lasten ziehen, was eine übermäßige und ungewollte Last auf den Trachten durch das schwere Abdrücken zur Folge hatte. Um das zu verhindern, gab es Hufeisen. Damals als Burgen über Wochen und Monate belagert wurden, und Pferde das einzige Fortbewegungsmittel für den Menschen waren, musste ein Hufschutz her, um die Pferde, die in Mist und Matsch des Burginneren verharrten, zu schützen. Holzkeile zum Schutz fanden dort nur bedingt ihren Einsatz. Eisen war damals die bessere Alternative, damit die Pferde reitbar blieben.

Mal ganz abgesehen davon, dass es inzwischen wissenschaftlich erwiesen ist, dass durch ein Eisen die Gelenke stärker belastet werden, die Biodynamik des Laufens negativ beeinflusst wird, der Hufpumpenmechanismus eingeschränkt wird, Hornwände langfristig nicht besser werden, wenn man immer wieder Nägel reinschlägt und schmerzhafte Druckpunkte an den Anzügen erzeugt werden. Aus meiner Sicht durch die Osteopathen-Brille ist dies immer eine negativ zu bewertende Manipulation des Bewegungsapparates.

Denken Sie doch mal darüber nach, ob Sie in einer Woche, die 168 Stunden umfasst, wegen 3 bis 5 Stunden reiten im Gelände Ihrem Pferd zuliebe nicht mal über den Tellerrand hinaus sehen und sich mal über Hufschuhe und Barhufpflege informieren wollen!?

Es gibt sie nämlich, Hufschuhe in allen Größen, Variationen und inzwischen sogar in verschiedenen Farben!

Wenn ein Hufschuhprofi sie anpasst, gehen sie auch nach einem wilden Galopp nicht verloren. Viele der aufgeklärten Freizeit-Reiter versuchen selbst, den geeigneten Hufschuh für ihr Pferd zu ermitteln,. Allerdings geht das leider oft daneben. Dann heißt es wieder: „Ist DOCH alles Mist!“

Pferdebesitzer kommen dann immer wieder auf einen Eisenbeschlag zurück, „weil das Pferd ohne nicht laufen kann.“, „fühlig geht“, „stolpert“, „sich zu stark das Horn abläuft“, „das Horn zu stark abbröckelt“, usw. Die Pferde leben bei uns nun mal leider in den wenigsten Fällen wirklich artgerecht und haben zudem vielfältige Aufgaben zur Freude des Menschen als Freizeit- oder Sportpartner zu erfüllen.

Die Gründe für die „Untauglichkeit als Barhufpferd“ liegen oft in der falschen Bearbeitung der Hufe, natürlich auch in Haltungs- und Fütterungsfehlern, dadurch bedingten Stoffwechselkrankheiten, die ein gesundes Hufwachstum beeinträchtigen, sowie falsche, meist zu eintönige, reizlose Belastung, usw.

Das alles macht den Huf krank! Auf einem kranken Huf kann das Pferd nicht mehr schmerzfrei laufen! Somit wäre die geeignete Maßnahme, die krankheitsverursachenden Parameter zu beseitigen anstatt einfach und kritiklos ein Eisen unterzunageln, nur um das Pferd schnellstmöglich wieder „benutzen“ zu können!

Und nicht zuletzt: Über’s Jahr verteilt ist es günstiger! Natürlich hat man zunächst höhere Anschaffungskosten, aber das amortisiert sich bald, je nach dem, was man bislang für das Beschlagen bezahlt hat. Ich will hier um Gottes Willen nicht den Schmieden ihren Broterwerb weg-emotionalisieren, aber ich würde mir wünschen, dass zukünftig mehr und mehr Schmiede zu Hufschuhfachberatern werden und die Kunden dahingehend ebenfalls fundiert beraten können. Die Weichen zu diesem Weg sind gestellt. Es liegt an den Schmieden, ob sie ihn beschreiten wollen oder nicht. Hier sind Sie als Kunde gefragt, um bei den Schmieden die Nachfrage immer und immer wieder zu erhöhen!

In Amerika sind sie natürlich auch zu diesem Thema schon weiter. Da sind sich Mediziner und Biomechaniker einig und es wird entwickelt und geforscht. Die Akzeptanz von Hufschuhe ist dort deutlich höher als bei uns.

06.05.2012:
Tag der offenen Tür in Hübingen ab 11 Uhr im Stall WestWoodQuarters

Leider wurde es eine relativ verregnete Veranstaltung, aber dennoch kamen einige Interessierte vorbei. Obwohl das Wetter mir nicht gewogen war, und es rundum jede Menge Konkurrenzveranstaltungen gab, hatte ich jedenfalls viel Spass und konnte mich mit jedem Einzelnen unterhalten.

Das Auto war in der Früh fertig gepackt, und los ging’s im strömenden Regen.

Die Tische waren schnell gestellt und alles Infomaterial nebst Blutegel „Butch“ und den beiden Assistenten malerisch um die Schüsselchen mit Gumminaschkram und Chipsen drapiert. Freundin Tina war inzwischen auch da. So warteten wir also auf den Ansturm…

Der erste Gast mit Schmerzen fand sich rasch ein.. Ihr wurden die schmerzenden Fingerknöchel bestrahlt. Dann kam ein Schmied, der wollte aber seine Knie nicht bestrahlen lassen, weil er das lieber den Blutegeln überlassen möchte. Die Ultraschalltherapie soll aufgespart werden als Plan B. Dann kann eine Reiterin, der ich dann den Rücken massiert hab. Fand sie klasse!

Weitere Reiter kamen nach und nach. Insgesamt haben wir ein paar Knie und einmal Hand beschallt und eine Demo an einem Pferd gezeigt.

Vielen lieben Dank an meine beiden lieben Helferlein, und an die Stallbetreiberin, die es erlaubt hat, diese Veranstaltung an dem Tag auf ihrem Hof durchzuführen!

19.01.2012:

Die Flohmarkt-Aktion wird weitergeführt, demnächst wieder neue „gebrauchte“ Artikel online. Weitere Sachspenden zum Verkauf werden gerne entgegen genommen. Aus gegebenem Anlass möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass die Sachen gereinigt/gewaschen sein müssen. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich das nicht auch noch übernehmen kann. Und es ist sicher für jeden verständlich, dass nur ordentliche Sachen einen Abnehmer zweiter Hand finden, also bitte keinen Schrott oder kaputte Sachen spenden! Vielen Dank!

Flohmarkt-Gewinn für eine Spende: 100,00 EUR. Überwiesen am 05.01.2012:

„Lieber Spender, liebe Spenderin,

Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihre Spende. Sicher wissen Sie, dass
wir keinerlei Gelder von öffentlichen Stellen bekommen. Die gesamte Arbeit
der Animals‘ Angels-Einsatzteams wird weltweit durch die großzügigen Gaben
unserer Freunde und Förderer finanziert. Daher gilt seit über zehn Jahren
und noch immer:

Die Tiere brauchen uns. Wir brauchen Sie.

Herzlich grüßen Sie
Ihre Animals‘ Angels

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Wir freuen uns, dass wir für unsere Arbeit den Betrag von 100,00 EUR einmalig
von Ihrem genannten Konto abbuchen können und danken herzlich dafür.

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Rossertstrasse 8
D-60323 Frankfurt a. Main
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Volksbank Freiburg, BLZ 680 900 00, Konto 152 174 13″

Dezember 2011

In der Cavallo vom Dezember 2011 wird auf Seite 63 u.a. auf die hochwirksame Ultraschall-Therapie hingewiesen mit dem Zusatz, dass jedoch nur wenige Tierärzte dies anbieten. Bei mir können Sie diese Behandlung buchen!

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